Die Leipziger Universitätskantorei blickt auf eine jahrhundertealte Tradition in ihrer Wirkungsstätte, der Universitätskirche St. Pauli, zurück. Sie setzt sich vorrangig aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Universitätschores zusammen, heißt jedoch alle gesangserfahrenen und singbegeisterten Leipzigerinnen und Leipziger herzlich willkommen.

Blick ins Paulinum mit Chor und Musikern
Musik an der Universität Leipzig, Foto: Leipziger Universitätsmusik

Die Geschichte der Leipziger Universitätskantorei

Zur Gründung

Die Leipziger Universitätskantorei blickt auf eine jahrhundertealte Tradition in ihrer Wirkungsstätte, der Universitätskirche St. Pauli, zurück. Seit der Berufung Friedrich Rabenschlags zum Kantor der Universitätskirche im Jahr 1933 fand sich die Universitätskantorei, die unter seiner Leitung im Geist der Singebewegung zeitweise den Namen Heinrich-Schütz-Kantorei trug, vermehrt zur gemeinsamen musikalischen Ausgestaltung der Gottesdienste mit dem Madrigalkreis Leipziger Studenten zusammen, so dass im Jahr 1938 der Zusammenschluss beider Chöre zum Leipziger Universitätschor vollzogen wurde.

 

Die Kantorei-Arbeit in der DDR

Trotz des hauptsächlich kirchenmusikalischen Profils des Leipziger Universitätschores ist bis zum Jahr 1968 die weitere Arbeit der Kantorei als eigenständiges Ensemble belegt: so heißt es, dass nach einer kriegsbedingten Unterbrechung im Jahr 1946 die Arbeit des "Universitätschores [und der] Universitätskantorei [...] unter Rabenschlag" wieder aufgenommen werden konnte. Mit der Sprengung der Universitätskirche am 30. Mai 1968 verloren die Chöre ihre Wirkungsstätte; die Arbeit des Universitätschores und weiterer ab den Sechzigerjahren gegründeter Ensembles konzentrierte sich neben der zentralen organisatorischen Verankerung in der Hauptabteilung Kultur fortan an den einzelnen Instituten und Fakultäten.

 

Die Kantorei heute

Die Universitätskantorei konnte nach über 49jähriger Unterbrechung am 24. Dezember 2017 im neugebauten Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli ihre Arbeit wieder aufnehmen und widmet sich seither der Ausgestaltung der Kirchenmusiken in ihrer alten, neuen Heimstatt. Vor allem an den hohen kirchlichen Festtagen sowie regelmäßig zum Leipziger Bachfest tritt die Universitätskantorei in Erscheinung; neben der Pflege der Kantoreipraxis bilden die großen Figuralmusiken sowie die Aufführung der Bachschen Kantaten das Kernrepertoire der Leipziger Universitätskantorei.

Seit ihrer Wiedergründung finden sich die Mitglieder der Universitätskantorei in projektweise wechselnden Besetzungen zusammen. Die Sängerinnen und Sänger rekrutieren sich vorrangig aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Universitätschores, jedoch steht die Leipziger Universitätskantorei allen gesangserfahrenen Leipzigerinnen und Leipzigern offen.

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